"Turn-around" geschafft

 
Foto: Brigitte Mertz
 

Rede des Fraktionsvorsitzenden Franz-Josef Kamp bei der Sonderkreistagssitzung am 30. August 2019 zum Weiterbau der Arena Lüneburger Land:

Sehr geehrte Damen und Herren,

erst einmal herzlichen Dank an die Fa. Reese Baumanagement. Nach Ihren Ausführungen können wir eigentlich die Diskussion beenden und abstimmen.
Überhaupt hätten wir die Zeit der Beschäftigung und Diskussion um die Arena als Arbeitszeit in den Bau in die Arena gesteckt, wäre sie schon fertig.

 

Aber das ist wohl alles unter hätte, hätte… abzubuchen.

Aber im Ernst, glauben Sie mir, meine Fraktion hätte auch gerne auf die vielen Sondersitzungen verzichten können. Wir stimmen heute hier auch mit der Faust in der Tasche ab, auch wir sind enttäuscht über den Verlauf der Planung, ja wütend, nicht früher gemerkt zu haben, dass es nicht richtig lief. Und ja, ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, wir haben uns treiben lassen und hätten besser, nachdem das PPP-Projekt vom Tisch war, einen cut machen sollen, um noch einmal von vorne anzufangen, aber auch dies gehört zu hätte, hätte…

Am Ende muss man einigen Kritikern sogar Recht geben und ich unterstütze die Forderung von Herrn Schulz-Hendel, sich am Ende des Verfahrens einmal gemeinsam hinzusetzen und zu analysieren, wie man es zukünftig besser machen kann.

Auch wenn es manchmal anstrengend war, so sind doch die immer wiederkehrenden kritischen Fragen von Frau Bauschke, um nur einen Namen zu nennen, in dem Prozess wichtig gewesen. Das darf auch mal gesagt werden.

Die Aufarbeitung der Planung und mögliche Ansprüche gegen Dritte werden wir weiter prüfen lassen, dafür hat der Landrat bereits einen Vorschlag gemacht und der Kreisausschuss hat diesem Weg zugestimmt.

Aber für heute gilt es eine andere Entscheidung zu fällen.

Bauen wir jetzt weiter und wenn, dann wie oder reißen wir alles ab und geben den Wunsch nach einer tollen multifunktionalen Arena für unsere Region auf. Das ist heute und hier die Frage unter den Überschriften Szenario 1-3.

Bei dieser Entscheidung ist die Gefühlslage der SPD-Fraktion nicht anders als bei den anderen Fraktionen. Wir haben nach Abwägung aller Fakten, uns einstimmig dazu entschlossen weiter zu bauen. Also für das Szenario 1 zu stimmen. Wir meinen, zu diesem Zeitpunkt haben wir gar keine andere Option und wir sind der festen Überzeugung, dass die geforderte Transparenz in allen Fragen nun gegeben ist.

Es gibt kein Projekt, über das intensiver und ausführlicher berichtet und gesprochen wurde, als zur Zeit über die Arena, selbst bei der Statik haben wir nun Klarheit.

Aber für uns ist das entscheidende Argument, dass wir mit der Verpflichtung von Reese Baumanagement als Bauherrenvertreter nun nach dem verpatzten und holprigen Start den turn-around geschafft haben und nun wieder auf einem sicheren Planungsstand sind und die Handlungshoheit über das Projekt nun deutlich in unserer Hand liegt.

Meine Fraktion vertraut den Ausführungen von Herrn Raab und Herrn Wittkopf auf der einen und Frau Vossers und Herrn Maul auf der anderen Seite und nimmt wahr, dass sich zwischen Reese Baumanagement und der Hochbauabteilung des Landkreises ein sehr produktives Team geformt hat, so dass wir uns um die Fertigstellung in dem geschätzten Kostenrahmen keine Sorgen mehr machen brauchen.

Um es kurz zu sagen, unserer Ansicht nach läuft es jetzt rund und gut.

Von daher sehen wir überhaupt keine Veranlassung mehr, nicht weiter zu machen.

Alle anderen Probleme sind lösbar und ganz normal bei einem so komplizierten Bau.

Liebe Kreistagskolleginnen und Kollegen, stimmen Sie für die Menschen, für die Region und für die Arena Lüneburger Land. Freuen wir uns ab 2021 auf tolle Veranstaltungen und lassen Sie uns beim ersten Spiel der SVG ein Bier gemeinsam trinken, dazu möchte ich Sie einladen.

Danke für die Aufmerksamkeit

 
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