Antrag zur Kreistagssitzung am 19.3.2026: Runder Tisch für ein Konzept „Untere Ilmenau“
Die SPD-Fraktion stelle zur nächsten Kreistagssitzung folgenden Antrag:
Beschlussvorschlag
„Der Landkreis bildet einen „runden Tisch Ilmenau“. Dazu werden alle Akteure aus den Bereichen Ökologie, Hydrologie, Denkmalschutz, Gewässerunterhaltung, Verwaltung und Politik zu einer zielgerichteten Konferenz/Netzwerktreffen zusammengebracht. Ziel dieses „runden Tisches“ ist es, unter den realen Gegebenheiten ein Konzept für den Erhalt und die künftige Entwicklung des Systems Ilmenau zu erstellen. Die genannten Bereiche stehen dabei nicht gegeneinander, sondern ergänzen einander. In einem Fachgebiet übergreifendem Konzept finden sich sowohl Denkmalsschutz als auch Aspekte biologischer Durchlässigkeit u.a..“
Sachverhalt
Die Ilmenau ist nicht nur eine Bundeswasserstraße, sondern auch ein wichtiges Gewässer-system in unserem Landkreis. Allein der Erhalt der Hydrologie ist von vielseitiger Bedeutung. Der Bund als Eigentümerin der Bundeswasserstraße nimmt seine Unterhaltungsaufgabe für Schleusen, Nadelwehre und Flusslauf seit Jahren nur ungenügend wahr. Dadurch wird nicht nur die hydrologische Funktion des Systems Ilmenau beeinträchtigt. Insbesondere der Unter-lauf von Lüneburg bis Stove ist fundamental von einem funktionierenden System abhängig. Seit dem Bau des Ilmenaukanals (1886-1890) ist eine Wasserstandregulierung aus vielen Gründen unabdingbar. Eine 2012 erstellte sog. Machbarkeitsstudie des zuständigen WSA Lauenburg erfüllte schon zu Beginn nicht die Erfordernisse. Versuche des Landkreises, aus der Bundes- und Landespolitik und von Vereinen mit dem Bund eine einvernehmliche Lösung zu erarbeiten, wurden mehrfach unternommen. Vielfache konstruktive Gespräche des Landtagsabgeordneten Philipp Meyn und des Bundestagsabgeordneten Jakob Blankenburg mit der Verwaltungsspitze des WSA Lauenburg führten letztlich zu folgendem Ergebnis:
Der Bedarf der Region wird zusammengefasst formuliert und fließt so in die finalen Entscheidungen ein. Es ist daher geboten, dass der Landkreis erneut aktiv wird, und beharrlich auf eine allgemein akzeptable Lösung hinwirkt.