Antrag der SPD-Kreistagsfraktion an den Kreistag am 25.06.2026 

Die SPD-Fraktion beantragt:

  1. Der Landkreis Lüneburg richtet einen „Runden Tisch Krisenvorsorge in der Pflege“ ein. Ziel ist die Vernetzung aller relevanten Akteure aus Pflege, Gesundheitswesen, Katastrophenschutz sowie Energie- und Wasserversorgung zur besseren Zusammenarbeit in Krisenfällen.  
  2. Stationäre Pflegeeinrichtungen sollen Notfall- und Krisenvorsorgepläne, insbesondere für länger andauernde Stromausfälle, vorlegen. Auch für Pflegebedürftige in häuslicher Pflege sollen angepasste Notfallplanungen erarbeitet werden.

Begründung:

Internationale Krisen und hybride Bedrohungen erhöhen die Gefahr von Störungen kritischer Infrastruktur, etwa durch Stromausfälle oder Lieferengpässe. Pflegeeinrichtungen und häuslich gepflegte Personen sind davon besonders betroffen.

Gesetzlich sind Pflegeeinrichtungen bereits zur Krisenvorsorge verpflichtet. Dennoch besteht Handlungsbedarf bei der Vernetzung der Akteure auf Landkreisebene.

Da über 80 % der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt werden, ist insbesondere für diese Gruppe eine verlässliche Planung notwendig, z. B. durch Notfalllisten, Evakuierungs- und Versorgungspläne.

Eine bessere Abstimmung zwischen Pflege, Gesundheitswesen und Katastrophenschutz ist daher erforderlich, um die Versorgung im Krisenfall sicherzustellen.