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Foto: Brigitte Mertz

24. September 2018: Zahlungen des Landes Niedersachsen an die kommunalen Theater

Dringlichkeitsantrag zur Sitzung des Kreistages am 24. September 2018

Der Kreistag fordert die Landesregierung auf, für die sechs kommunalen Theater in Niedersachsen höhere Mittel einzuplanen.
Der Kreistag unterstützt ausdrücklich die Aktion #rettedeintheater - KEINE KULTUR-WÜSTE IN NIEDERSACHSEN des Deutschen Theaters Göttingen und des kompletten Ensembles des Theaters Lüneburg.

Begründung

Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen hat im Mai 2018 allen kommunalen Theatern (Schlosstheater Celle, Deutsches Theater in Göttingen, Theater für Niedersachsen in Hildesheim, Theater Lüneburg, Städtische Bühnen Osnabrück, Landesbühne Nord in Wilhelmshaven) zum teilweisen Ausgleich der Versäumnisse der vergangenen Jahre eine dauerhafte Erhöhung der Förderung von 6 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Der errechnete Förderbedarf aller sechs Theater zusammen liegt bei mindestens 9 Millionen Euro pro Jahr.

Die Landesregierung Niedersachsen hat in ihrer Koalitionsvereinbarung ausdrücklich die stärkere Förderung der kommunalen Theater festgelegt:
Professionell wie ehrenamtlich geführte Kultureinrichtungen und -initiativen (...) müssen sich neuen Herausforderungen wie der Digitalisierung und der Integration stellen. Dafür benötigen sie die Unterstützung des Landes. - Das Investitionsprogramm für kleine und mittlere Kultureinrichtungen und Museen soll erhöht werden. - Die kommunalen Theater, die freien Theater, die Amateurtheater, die Theaterpädagogik und die Soziokultur sind Garanten dafür, dass es kulturelle Vielfalt im Flächenland Niedersachsen gibt. Wir wollen sie stärker fördern.“

Niedersachsen ist bei der kulturellen Förderung an drittletzter Stelle bei den öffentlichen Ausgaben für Kultur. Nordrhein Westphalen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben in den letzten Jahren ihre Mittel für Theater nachhaltig erhöht. Damit erkennen sie die existentielle Notwendigkeit an und sorgen dafür, dass die kulturelle Landschaft bestehen bleibt und einer demokratischen, offenen und toleranten Gesellschaft den Rücken stärkt. Dasselbe wünschen wir uns für Niedersachsen!

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